Alltagsgegenstände der Merowingerzeit
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Bei der oben gezeigten Keramik handelt es sich um Gebrauchsgefäße der Merowingerzeit. Sie dienen zur Aufbewahrung von flüssigen oder festen Nahrungsmitteln und können mit Tüchern verschlossen werden. Zu erkennen ist eine Röhrenkanne zum Ausschenken von Getränken bei festlichen Anlässen oder im täglichen Gebrauch. Die Trinkbecher sind sack-, schüssel-, oder knickwandartig geformt und ebenfalls mit Stempeleindrücken verziert. Es handelt sich ausschließlich um handgeformte Keramik ohne Verwendung der Töpferscheibe, wie sie gerade in unserer Region im sechsten Jahrhundert häufig vorkommt. Die Gefäße bestehen aus meist dunkelbraunem Ton wie er typisch für das bajuwarische Gebiet ist. Manche meiner Keramiken sind Nachbildungen von Originalen wie zum Beispiel die Röhrenkanne oder ein sackförmiger Becher aus Straubing. Andere Gefäße orientieren sich lediglich an der Formenvielfalt der Fundstücke, könnten aber auch genau so in Gräbern vorkommen. Ein gewisser Unterschied besteht zwischen der Grabkeramik und der Siedlungskeramik. Während die Gräberkeramik meist aufwendig verziert und sauber gearbeitet ist, stellt sich die alltägliche Gebrauchskeramik eher als schlicht und robust dar.
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Auf dem Bild zu erkennen ist ein Gefäß eines Feinschmiedes, das Halbzeuge enthält. Von Nieten über kleine Blechfragmente bis hin zu Silberbändern und Scheiben ist alles vertreten. Um sich die Nietarbeit zu erleichtern, verwendet man Nietenzieher aus Knochen und Auflageprofile für die Nietköpfe aus Holz. |